Klaus aus Düsseldorf

Für alle, die sich vorstellen wollen
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Duesselklaus
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Klaus aus Düsseldorf

Beitrag von Duesselklaus » 09.04.2019, 16:00

Hallo,

nun will ich mich mal vorstellen:

Modellbahn, Elektronik und Computer - das ist meine Welt. Vom Maßstab her bin ich primär in der Spur 1 unterwegs - aber in der Sommerzeit zieht es mich raus in den Garten und dann fahre ich mit Spur G.

Die Spur 1 Bahn ist ein Gemeinschaftsprojekt in einer ganz kleinen Gruppe. Gesteuert wird die Bahn (noch?) mit RocRail, was ja einmal ein OpenSource Projekt war. Die Steuerung läuft über über LocoNet und IB (fahren) sowie DCC++ (auf Arduino oder ESP32)(Weichen und Signale) und Rückmeldung mit PIC basierten Modulen, auch auf LocoNet. Die Belegtmeldung erfassen wir mit induktiven Stromsensoren nach FREMO. Kurzum: Fast alle Anwendungen oder Module sind übernommen oder initiiert von anderen Anwendern. Aber wir entwickeln auch eigene Anwendungen - mit Schaltplan, Layout und Fertigung der Platinen im eigenen Labor oder im fernen Osten.

Im Garten wurde bisher meist mit DCC auf dem Gleis gefahren: Es ist die Spielbahn mit den Kindern. Hier gibt es - wenigstens bei mir - keine feste Bahn und die Schienen werden spontan verlegt, wenn das Wetter gut ist. Entsprechend problematisch ist die Stromversorgung, da die Laschen nicht fest und die Entfernungen doch relativ groß sind. In der Konsequenz hat man manchmal keinen Strom auf dem Gleis - oder wenn, dann verstehen die Decoder das DCC-Signal nicht mehr und lassen sich nicht steuern, bis der Rasen dann endlich mal von der Sonne getrocknet worden ist.

Um diesem Problem entgegen zu wirken hatten wir zunächst damit begonnen mit ESP-basierten Modulen eine eigene Steuerung auszubauen. Das ging relativ einfach, aber damit ist man inkompatibel.

Die nächste Stufe war eine ESP8266-Lösung als RocNetNode über MQTT. Das funktionierte (gezeigt auf dem RocRail Stammtisch in Langenfeld) soweit ganz gut, aber man ist erst einmal an RocRail gebunden.

Dann kam die DCC++ Implementierung auf ESP32 hinzu und somit die Idee, die Zentrale in der Lok mitfahren zu lassen. Noch immer war ich unglücklich mit der Lösung und nachdem ich dann die "richtigen" Stichworte in Google eingegeben hatte, fand ich den "LittleYoda", der ziemlich genau meiner Vorstellung entsprach.
Natürlich hat der Umbau der ersten Lok nicht lange auf sich warten lassen: Zum Saisonstart 2019 bin ich schon auf der - noch im Winterschlaf befindlichen - Gartenanlage eines Freundes gefahren und habe Erfahrungen gesammelt:
Das Stichwort hier ist "Reichweite der Funkverbindung". Da die Bahn eigentlich über eine z21-Zentrale (AccessPoint mit guter Antenne außen am Gartenhaus) gesteuert wird, habe ich meine Lok dort angemeldet. Die Beobachtung war, dass es sowohl mit der Roco WlanMaus als auch beim ESP8266 mit der Print-Antenne auf halber Entfernung einen Punkt gibt, ab dem beide Funkstrecken keine Verbindung mehr bekommen.
Im ersten Schritt wird daher die nächste Lok mit einem ESP-Modul mit abgesetzter Antenne aufgebaut - was aber das Reichweitenproblem der WlanMaus nicht lösen wird. Daher drehen sich im Moment meine Gedanken um die WiFi-Mesh-Technik. Zu klären ist noch, ob dann die Latenzzeiten die Spielfreude beeinträchtigen werden und welchen Aufwand es macht, eine MultiMaus entsprechend zur Mesh-WLanMaus umzubauen. Wenn es soweit ist und die knappe Zeit für Entwicklungen ausgereicht hat, gibt es dafür aber Einträge im Forum.

Ganz zum Schluss möchte ich Sven noch meinen Dank aussprechen: Der "LittleYoda" macht mir viel Freude!

Klaus

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Re: Klaus aus Düsseldorf

Beitrag von little.yoda » 11.04.2019, 19:56

Schön dass du den Weg zu uns gefunden hast.

Bin gespannt auf die WLAN-Mesh Thematik.

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