Steuerung eines H0f Feldbahnkoffers

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Zoltan
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Steuerung eines H0f Feldbahnkoffers

Beitrag von Zoltan » 19.09.2018, 09:04

Hallo Kollegen!

Ich weiß nicht, ob das in dieser Rubrik gehört, aber den fand ich als besten passend hierfür.

Ich habe damals zu den "Anfangszeiten" (sprich vor etwas mehr als einem Jahr) mit dem LittleYoda Framework schon ein Harzkamel in G-Spur aufgebaut, mit 4x18650, NodeMCU LoLin V3, L298N, ESU LokSound 4XL und Roco Z21 App (bzw. DigiTrains App von Balázs Győri), somit habe ich eine schienenstromunabhangige, autonom digital per Funk steuerbare Lok. Auf der WikiPage von Sven sind die Steps dazu beschrieben:

https://github.com/littleyoda/littleyod ... ator_L298N

sowie die ganze Geschichte drumherum hier:

https://www.gbforum.de/viewtopic.php?f=17&t=1087

Nun will ich die nächste Sache damit angehen, wo aber diesmal ein ganzes Feldbahnkoffer damit gesteuert werden soll. Der Koffer wird in H0f aufgebaut, also 6,5 mm Spurweite - weil ich in der letzten Zeit kein Platz mehr für G habe und deshalb auf Z umgesattelt bin. Der Unterschied zum Harzkamel ist, dass ich hier den Motorenausgang des ESU LokSound Decoders mit den Schienen verbinde, so dass die draauf gesetzte analoge Lok eben digital per Funk steuerbar ist.

Ziemlich vieles ist schon vorbereitet. Meine einzige Frage ist, ob der Decoder am Motorenausgang ein Schienennetz versorgen kann (wohl evtl.mit mehreren Einspeispunkten), bzw. ob das "Radfeuer" dem Motorenausgang keine Probleme bereitet. Und, ob man die Ausgänge Rückwärtslicht und Vorwärtslicht am Decoder verbinden kann (sprich dass unabhängig von der Fahrtrichtung der Lichtausgang angeschlossen werden kann, denn damit will ich die Anlagenlichter steuern.

Detailliert beschreibe ich die ganze Sache im Z-Forum in meinem eigenen "Somestaler" Thread, wo so ziemlich alles gemixt beschrieben wird:

https://f.z-freunde-international.de/vi ... 50#p157395

Ich bin neugierig, ob das funktionieren wird.

Bis dann,

LG Zoltan
Zuletzt geändert von Zoltan am 20.09.2018, 09:57, insgesamt 1-mal geändert.

little.yoda
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Re: Steuerung eines H0f Feldbahnkoffers

Beitrag von little.yoda » 19.09.2018, 13:09

Hallo Zoltan,

schön dass du den Weg ins neue Forum gefunden hast.

Wäre schön, wenn du vielleicht auch hier ein paar Informationen immer mal wieder posten kannst, weil die beiden verlinkten Threads leider ohne Anmeldung nicht lesbar sind.

Gruß,
Sven

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Zoltan
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Re: Steuerung eines H0f Feldbahnkoffers

Beitrag von Zoltan » 20.09.2018, 10:35

Ja, nachdem nicht alle auch in jenen Foren unterwegs sind, wo ich mitschreibe, ist das ein berechtigter Wunsch.

Also hier eine kurze Zusammenfassung des bisherigen bezüglich des StEAG-H0f-Feldbahnkoffers.

Kofferanlagen in Z gibt es zu Hauf, da wollte ich nicht noch eine 0814 dazu addieren, außerdem sind wir mit meiner Frau nicht nur eisenbahsinnig, sondern sehr feldbahnsinnig. Und eine funktionierende Feldbahn in Z... mit 2,5 mm Spurweite? Na geh... weder bauen, noch spielen oder schauen möchten wir unter einem Mikroskop. Aber nachdem Busch eine H0f-Feldbahnsortiment mit der 6,5 mm Spurweite anbietet, war es schnell offensichtlich, dass genau so etwas in den Koffer kommen muss, zumal man sowohl mit den Busch-Fahrwerken als auch mit den Rokuhan Z-Shorties eigene Feldbahnloks bauen kann:

Rokuhan-Shorty-SA001-1.jpg
Rokuhan-Shorty-SA001-1.jpg (71.29 KiB) 745 mal betrachtet

BuschAntrieb-12199.jpg
BuschAntrieb-12199.jpg (148.4 KiB) 745 mal betrachtet

Also wurde ein Koffer gekauft:

KofferOffen.jpg
KofferOffen.jpg (58.36 KiB) 745 mal betrachtet

Und ein passendes Brett dafür zurechtgeschnitten:

20180623_091439.jpg
20180623_091439.jpg (426.59 KiB) 745 mal betrachtet

Dann wurde die "Anlage" geplant (in SCARM):

Final_296x690_Koffer_Feldbahn4.JPG
Final_296x690_Koffer_Feldbahn4.JPG (285.57 KiB) 745 mal betrachtet

Final_296x690_Koffer_Feldbahn4_3D-2.JPG
Final_296x690_Koffer_Feldbahn4_3D-2.JPG (230.01 KiB) 745 mal betrachtet

Nachdem der Plan so ist, dass analoge Loks (jeweils sowieso immer nur eine in Bewegung) darauf fahren werden, wird das ganze so gebaut, dass der Motorenausgang des Decoders die Schiene betreibt, und die Lichtausgänge eben die Lichter der Anlage und nicht der Lok. Der Dekoder wird also mit entsprechenden Konnektoren versehen:

20180912_171900.jpg
20180912_171900.jpg (355.38 KiB) 745 mal betrachtet

Und dann wird er auf eine etwaige Köf-Konfiguration aufprogrammiert:

20180912_175140.jpg
20180912_175140.jpg (394.59 KiB) 745 mal betrachtet

20180912_175158.jpg
20180912_175158.jpg (537.11 KiB) 745 mal betrachtet

Danach wird der ESP (NodeMCU) mit Svens Firmware bespielt:

20180918_130457.jpg
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Danach wird es getestet, und siehe da, die Z21 App sieht den NodeMCU als Z21-Zentrale:

Screenshot_20180918-130435_Roco Z21.jpg
Screenshot_20180918-130435_Roco Z21.jpg (257.45 KiB) 745 mal betrachtet

Nun muss die ganze Elektronik mitsamt Inverter-Transistor usw. stabil zusammengabaut werden, und danach geht es weiter. Aber ich habe anderwertig sehr viel zu tun, also Eile mit Weile.

Bis dann!

LG Zoltan

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Re: Steuerung eines H0f Feldbahnkoffers

Beitrag von Zoltan » 02.10.2018, 11:04

So, die Elektronik ist zusammengebaut, etwa in Sauhaufenbauweise:

20180926_141236.jpg
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Nachdem es nur wenig Teile sind, habe ich es einfach "fliegend" mit Schrumpfschläuchen gemacht:

20180926_141249.jpg
20180926_141249.jpg (412.39 KiB) 737 mal betrachtet

Es wurde modular steckbar gebaut, um leichter zu installieren bzw. heranzukommen:

20180926_180040.jpg
20180926_180040.jpg (417.65 KiB) 737 mal betrachtet

Dann wurde es getestet. Mit 2x18650s ging es nicht, die Ausgangsspannung der H-Bridge war wohl as DCC-Signal zu wenig für den Decoder, aber mit 3 Akkus (etwa 12 V Leerlauf) ging es:

20181001_143733.jpg
20181001_143733.jpg (426.79 KiB) 737 mal betrachtet

Decoder arbeitete gut, Sounds wurden ordentlich auf Kommando abgespielt, aber nachdem die Lok etwas geruckelt hat, wurde die ESU Einmessmethode angewendet, um die Motorkennlinie für die Lastregelung zu erfassen, was auch funktioniert hat:

20181001_155344.jpg
20181001_155344.jpg (490.56 KiB) 737 mal betrachtet

Aber das (oder schon das frühere Testen?) war ein Fehler.

Denn nach der Kennlinienaufnahme fuhr die Lok noch ein oder zwei Male auf der Testgeraden auf und ab, aber danach nicht mehr. Und auch mit 3 V Batteriespannung nicht mehr. Ich habe sie wohl mit den zu großen Spannungen hingemacht :(

Nun habe ich vorerst keine Ahnung, was ich machen soll.

Dafür habe ich eine sehr wichtige Frage:

NodeMCU arbeitet auf 5 V (ESP auf 3,3 intern). Am Ausgang D7 kommt die "halbe" DCC Signal heraus, das wird mit einem Transistor invertiert, um DCC zu bekommen. Kollektor mit Widerstand ist auf 5 V, diese Hälfte ist also 5 V High. Was ist am D7 aber? 5 V high oder 3,3 V High? Sprich, ist das DCC-Signal was in die H-Bridge hineingeht, symmetrisch oder nicht? Und stört das oder nicht? Das Oszi-Bild von Sven im GBTECH Forum ist auch leicht asymmetrisch, aber es steht nicht dort, ob es der NodeMCU Ausgang oder der H-Bridge-Ausgang ist, und welche Werte das sind. Meine eigentliche Frage ist:
Wie hoch ist die Ausgangsspannung an der H-Bridge (also unser DCC-Signal), wenn ich die Bridge mit etwa 12 Volt speise?

Eine zweite Frage: Wie hoch ist und welche Form hat die Motorenausgangsspannung der ESU LokSound, wenn die DCC-Schienenspannung X Volt PP beträgt?

Und eine dritte: Wie kann ich die Motorenausgangsspannung des Dekoders so einschränken, dass am Ende nie mahr als 3 Volt Spitze herauskommt?

Würde mich über Hilfe freuen...

DLG Zoltan

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Re: Steuerung eines H0f Feldbahnkoffers

Beitrag von Zoltan » 02.10.2018, 12:07

Ergänzungsfrage (naiv ich weiß, aber jeder muss mal anfangen...):

Kann man gleichzeitig zwei Decoder auf der gleichen (zB. 3) Adresse haben?

Was machen die dann?

Tun beide das gleiche, dh. gleichmäßig fahren, bei F1 macht der eine den Sound an und aus, der andere führt unabhängig seine F1-Funktion aus?

Ich habe nämlich einen Decoder gefunden, der nur bis 3 Volt reguliert, würde abar parallel dazu gerne den LokSound behalten, um den Sound parallel und abhängig zur Fahrt mit dem anderen Dekoder abzuspielen (der andere macht bei F1 etwas anderes als Sound abspielen). Geht das oder kommen die sich in die Quere? Nach meiner Logik müsste das funktionieren, aber wer weiß ob meine Logik hier stimmt...

DLG Zoltan

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Re: Steuerung eines H0f Feldbahnkoffers

Beitrag von little.yoda » 02.10.2018, 13:52

1. Wenn du die H-Bridge mit 12V speist, wird eine Art Wechselspannung von knapp -11 bis 11 Volt herauskommen.
Was aus dem ESP8266 rauskommt ist eigentlich unwichtig, da diese Signale nur als "Regler" der H-Bridge dienen.
Sie müssen nur hoch genug sein, damit die H-Bridge zwischen low und high unterscheiden kann.
Und je nach den Zuständen der beiden Eingänge, ergibt sich am Ausgang einer der drei folgende Fälle:

- Eingangsspannung (minus etwas)
- 0 V
- negative Eingangsspannung (plus etwas)


2. Keine Ahnung

3. Du würdest eine andere H-Bridge brauchen, die auch mit niedrigen Spannungen zu Recht kommt und vor der du einen Spannungswandler setzt. Habe aber keinen Vorschlag gerade parat.

4. Zwei Dekoder kannst du parallel betreiben. Wenn du F1 aktiviert, aktiviert du F1 auf beiden Decodern. Im Prinzip ist es so, als wenn du zwei Personen sagst, sie sollen auf den Namen Peter hören und du rufst laut, dass Peter in die Luft springen soll. Dann springen halt beide Peters in die Luft.
Wenn beide Dekoder Railcom unterstützen, solltest du einen deaktivieren, damit du keine Probleme mit der Zentrale bekommst. Railcom ist egal, da ja der ESP8266 die Zentrale ist und ihm es völlig egal ist.



Hast du mal in die Anleitung geschaut, welche Spannung der ESU-Dedoker mindestens braucht?
Hast du mal in die Anleitung geschaut, ob du die Ausgangsspannung des ESU-Dekoder limitieren kannst?

Gruß,
Sven

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Re: Steuerung eines H0f Feldbahnkoffers

Beitrag von Zoltan » 02.10.2018, 14:13

little.yoda hat geschrieben:
02.10.2018, 13:52
1. Wenn du die H-Bridge mit 12V speist, wird eine Art Wechselspannung von knapp -11 bis 11 Volt herauskommen....
Danke, ist mir klar, auch logisch, habe angenommen, aber Sicherheit vom Fachmann ist besser :)
little.yoda hat geschrieben:
02.10.2018, 13:52
2. Keine Ahnung
Das hättest du auch nur zufällig wissen können... aber macht nichts. Ich finde es heraus. ZB. mit Oszi...
little.yoda hat geschrieben:
02.10.2018, 13:52
3. Du würdest eine andere H-Bridge brauchen, die auch mit niedrigen Spannungen zu Recht kommt und vor der du einen Spannungswandler setzt. Habe aber keinen Vorschlag gerade parat.
Kein Problem, aber das wäre schon zu viel des Guten, hinter dem Dekoder eine zweite H-Briddge mit Spannungswandler noch einzubauen. Zum Glück habe ich einen Dekoder mit bis 25 V EIngang und nur 3 Volt Motorenausgang gefunden!
little.yoda hat geschrieben:
02.10.2018, 13:52
4. Zwei Dekoder kannst du parallel betreiben.
Das war meine Vermutung, aber siehe oben.
Ich werde die beiden Dekoder an den Ausgang der H-Bridge parellel schalten (Polarität schätze ich egal?). Der Busch Dekoder wird die Lok in Abhängigkeit der Reglerstellung fahren und der ESU Dekoder wird parallel dazu ebenfalls in Abhängigkeit der Reglerstellung den Sound abspielen. Bissl blöd, aber wenn es funzt...
little.yoda hat geschrieben:
02.10.2018, 13:52
Hast du mal in die Anleitung geschaut, welche Spannung der ESU-Dedoker mindestens braucht?
Ja, aber es stimmt nicht ganz, denn theoretisch sollte er mit 7,5 V losdampfen, tut er aber scheinbar nicht. Aber das wäre für den 3-V-Motor auch zu viel gewesen. Aber mit ~12 V ist es gut.
little.yoda hat geschrieben:
02.10.2018, 13:52
Hast du mal in die Anleitung geschaut, ob du die Ausgangsspannung des ESU-Dekoder limitieren kannst?
Habe ich, aber noch nicht wirklich gefunden, wie er das macht - die effektive Spannung kann geregelt werden, aber ob es PWM mit Spitzen oder wirklich niedriger ist, habe ich noch nicht herausgefunden. Ist aber eigentlich egal, mit dem anderen Dekoder kann ich ja dann fahren, ESU wird nur Sounden. Ich werde aber trotzdem weitersuchen.

Ich berichte dann weiter, wenn ich weiterkomme

LG Zoltan

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Re: Steuerung eines H0f Feldbahnkoffers

Beitrag von little.yoda » 02.10.2018, 20:01

Kannst du bei Gelegenheit mal einen Link zu dem Decoder posten?

Was ist nicht verstehe ... Du sagst, dein Motor ist für 3V ausgelegt. Aber ich dachte in H0 waren auch 12 bis 14 Volt üblich ....

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Re: Steuerung eines H0f Feldbahnkoffers

Beitrag von Zoltan » 02.10.2018, 21:13

http://www.esu.eu/produkte/loksound/loksound-v40/

Was ich hier baue, ist Z-Spur Feldbahn... die Mikromotoren die ich habe sind für max. 3 Volt ausgelegt. Die Lok ist gerade mal 2 cm lang.

Eine andere Lok (3 cm, mit Achsfolge B'B!)ist schon fertig gebaut, die ist aber full analog und fährt auf ein MiniDiorama mit einer 1,5 V Silberknopfzelle... Ich weiß dass es krank ist :)

LG Zoltan

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Re: Steuerung eines H0f Feldbahnkoffers

Beitrag von little.yoda » 02.10.2018, 22:02

ich meinte eigentlich den 3V Decoder :-)

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