PWM Einstellungen

Norbert
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Re: PWM Einstellungen

Beitrag von Norbert » 02.08.2019, 09:52

Mal eine Frage zur PWM:

Wie machen es die Hersteller bei ihren Decodern, dass die fetten Spur G- Motoren an diesen Decodern geräuschlos laufen,
also höherfrequentig gepulst sind, aber dennoch im unteren Drehzahlbereich sauber regelbar sind.
Uhlenbrock 77500 , z.B. , arbeitet lt. Beschreibung mit 40kHz, wo auch immer, und die Regelung ist völlig glatt und geräuschlos über den gesamten Drehzahlbereich.
Den Decoder schließe ich an und mit den Werkseinstellungen läuft es sofort sehr sauber, ob Piko- oder LGB-Motoren.
Anders ist es ja mit der ESP-PWM. Zwar kann ich die Motoren auch oberhalb der Hörgrenze höherfrequentig pulsen,
naturgemäß ist die Regelung dann aber im unteren und mittleren Drehzahlbereich kaum noch möglich.
Das beste Regelverhalten erreicht man bei rel. tiefen Freqenzen, was verständlich ist, aber da erzeugt es eben lautes Geräusch, was nicht für alle Loktypen vorteilhaft ist.
Was also machen die industriellen Dinger anders?
Leider kann ich es mir z.Zt. nicht mit dem Oszi anschauen, ist leider defekt, mein alter Wegbegleiter. :cry:
Vielleicht weiß es ja jemand...

VG N.

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Zoltan
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Re: PWM Einstellungen

Beitrag von Zoltan » 02.08.2019, 11:23

Mir ist es auch aufgefallen, dass der ESP im unteren Drehzalbereich mit steigender PWM-Frequenz immer weniger regeln kann. Als ob ein Kondensator die "PWM-ität" fressen würde? Und das sowohl bei den großen alten Bühlern als auch bei den kleinsten modernsten Maxxon Glockenankermotoren. Genauso ist es bei den einfachen chinesischen PWM-Regler, wenn man mit dem Kondensator entsprechend die Frequenz ändert.

Mein ziemlich teurer Heißwolf Regler (analog) macht das so, dass er nicht nur die Impulsbreite, sondern auch die Frequenz und die Impulshöhe kontinuierlich variiert, also zB. im Langsamfahrbereich fängt er mit 4-5 V mit 16-25 Hz (Spannung so hoch, um das "Losbrechen" der 3-Pol-Motoren zu erreichen bei Glockis kann ich 1-2 V Start einstellen), natürlich mit wachsendem Ausfüllverhalten von Nadel bis 70-80%, in der Mitte 5-7 V mit 100-150 Hz und am oberen Ende 8-10 V Gleichstrom, die Übergänge sind fliessend, die Lok "kriecht" los, abhängig vom Motor lautlos bis leicht knurrend, und beschleunigt bis max, bzw. bremst langsam bis zum Kriechen wieder ab. Das Fahrverhalten (es sind Analogloks!) ist sehr gut, teils besser als mit manchen DCC-Dekodern. Und das mit höchstens 150 Hz! Man kann es natürlich per Lok einstellen, also es ist auch möglich, mit konstant 9 V und 50 Hz zu fahren, wo nur die Ausfüllbreite des PWM variiert, aber dann fahren die Loks beiweitem nicht so schön. Das ist eine ziemlich komplizierte Steuerung, aber mathematisch gut nachvollziehbar.

LGZ

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Re: PWM Einstellungen

Beitrag von little.yoda » 02.08.2019, 22:23

Welche H-Bridge nutzt ihr denn?

Ich würde bei dem Thema mehr auf die H-Bridge als auf dem ESP tippen.

Norbert
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Re: PWM Einstellungen

Beitrag von Norbert » 03.08.2019, 06:10

Das sehe ich anders.

Ich würde das nicht an der die H-Bridge festmachen,
sondern in den Motorpfaden messen (das Spiel mit der EMK) , die Messung auf den Prozessor zurückführen und diesen wiederum die H-Bridge nachregeln lassen. Nur so kann man nach meinem Verständnis einen echten Regelkreis aufbauen, der dann auch die Regelung im unteren Drehzahlbereich bei höheren Frequenzen ordentlich ermöglicht.

Somit wird sich das mit "unserem" ESP mit der bisherigen Betriebsart nicht verwirklichen lassen.
Die H-Bridges sind universell und wissen bei uns ja gar nicht, was da hinten dran hängt.
Weil wir nicht messen, auswerten und die Regelung entsprechend beeinflussen. Kein Regelkreis halt.


Ansonsten hoffe ich im Herbst/Winter meinen Hameg reparieren zu können,
dann sehe ich, wie das bei Uhlenbrock, z.B. , abläuft.

VG N.

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